In einigen Gemeinden hat das Volk die Wahl

In Rodersdorf finden die Urnenwahlen am 13. April statt, in Breitenbach, Hofstetten-Flüh, Kleinlützel und in Fehren am 18. Mai. In den meisten Gemeinden ist der alte Gemeinderat der neue.

Wahlkampf in Rodersdorf: Die Wahlen sind am 13. April. In Hofstetten-Flüh, in Breitenbach, Kleinlützel und Fehren wird am 18. Mai gewählt. Foto: Bea Asper

In Breitenbach waren die Bürgerlichen im Gemeinderat bisher unter sich. Die SP möchte dies bei den Erneuerungswahlen vom 18. Mai ändern und reichte eine Liste mit drei Kandidierenden ein (Anja Studer, Tobias Tschechtelin und Anina Weber). Damit kommt es in Breitenbach seit langem wieder zu einem Wahlkampf. Für die FDP treten die Bisherigen Christian Thalmann, David Häner und Ralf Borer an und werden unterstützt durch Michael Beeler. Die SVP steigt mit ihrem Gemeinderat Simon Waldmann ins Rennen und für die Mitte Partei stellen sich erneut Irene Marchesi und neu Raphael Joray zur Verfügung.

Auch in Hofstetten-Flüh darf das Stimmvolk bei der Besetzung des Gemeinderates für die Legislatur 2025 bis 2029 mitbestimmen. Die Gemeinde befindet sich finanziell in einem Engpass und hat nun die Wahl, wer sie aus der Krise hinausführen soll. Von den Bisherigen treten an: für die SP Brigitta Küry, für die Mitte Saskia Aebi und Stephan Hasler, für die SVP Andrea Meppiel, für die FDP Tanja Steiger und Kurt Schwyzer. Hinzu kommen Kandidierende auf den Listen der Parteien doch auch parteilose Einzelkandidaten. Dies sind Daniel Spiess und Benjamin Thoma. Seitens der Parteien wurden vorgeschlagen: Niklaus Gafner (SP), Markus Stöckli (Mitte), für die FDP Pascal Lang und Gnanasekaran Yogarajah, für die SVP Paul Bühler, Benjamin Haberthür und Heiko Keck.

Aussergewöhnlich ist die Ausgangslage in Fehren. Die bisherigen Gemeinderatsmitglieder der FDP und Mitte Partei Nicole Ditzler, André Saladin, Christian Lindenberger und Melanie Koller hatten ursprünglich ihren Rücktritt angekündigt, stellen sich nun aber weiterhin zur Verfügung. Neu auf ihren Listen sind Alessandro Costanzo und Joël Grolimund. Die SVP stellte sicher, dass das Stimmvolk die Wahl hat. Mit auf der Liste ist Nationalrat Christian Imark. Weiter schickt die SVP Patrick Hofer, Daniel Probst und Margareta Wiggli ins Rennen.

In Kleinlützel sorgt die «Dorfpartei» für frischen Wind. Nebst der bisherigen Gemeinderätin Christine Niederhauser tritt Robert Baranowski für die Dorfpartei an, die dieser Tage in einem Flyer der Bevölkerung aufzeigte, was sich in Kleinlützel verbessern sollte. Auf der Liste «Findungsteam» treten die bisherigen Amtsträger Martin Borer, Daniel Wüthrich, Odette Dreier und Beatrice Fabbro an. Neu auf der Liste sind Markus Bugolotti und Patricia Strebel.

Spannend ist die Ausgangslage auch in Rodersdorf. Die Bürgerlichen hatten bisher zwei Sitze, die bisherigen Gemeinderäte treten nicht mehr an, doch da es sich um Proporzwahlen handelt, wäre es möglich, dass Kandidat Yves Strobel so viele Stimmen macht, dass es für zwei Sitze reichen würde. In diesem Fall müssten die Bürgerlichen nachnominieren. Es könnte aber auch sein, dass die Stimmen der Partei «Zämestoh für Rodersdorf» zu Gute kommen, da sie mit den Bürgerlichen eine Listenverbindung eingegangen ist. Nebst Gemeindepräsident Thomas Bürgi tritt der bisherige Gemeinderat Dominik Sigrist an und neu Martina Hartmann. Die SP war früher die stärkste Kraft im Dorf und möchte ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückgewinnen. Sie tritt mit den bisherigen Exekutivmitgliedern Véronique Hilfiker, Jonas Maienfisch und Christophe Grundschober sowie mit Danae Berneker an. Rodersdorf hat sich für den Wahlsonntag den 13. April ausgesucht.

In den übrigen Gemeinden des Schwarzbubenlandes werden die Mitglieder der Exekutive in stiller Wahl eingesetzt. In Zullwil ist der neue Gemeinderat knapp handlungsfähig, für fünf Sitze gab es gerade mal drei Kandidaten und zwar die bisherigen Gemeinderäte Markus Saner und Mischa Koch für die FDP und Lukas Vögtlin für die Mitte Partei. Auch in Grindel ist der Gemeinderat unterbesetzt. In stiller Wahl gewählt sind Claudia Borer, Michel Borer und Adrian Frey von der Liste «vereinigtes Grindel».

In Metzerlen-Mariastein ist der alte Gemeinderat der neue und noch auf der Suche nach einem Mitglied. Dieses Bild zeigt sich auch in der Gemeinde Bärschwil. Hier hat das «Forum Zukunft der Gemeinde» mit den bisherigen Gemeinderatsmitgliedern Karin Guntern, Adrian Minder, Christoph Schiltknecht und Monika Wyss das Sagen.

In Nunningen ist Kontinuität angesagt mit Alexa Gerster (parteilos) und den drei bisherigen FDP- und drei Mitte-Vertretern (neu Patrick Keller). Auch in Himmelried haben die Parteien das Sagen. Für die FDP sind im Gemeinderat: Daniel Stehlin, David Ammann und Dominic Schelbert, für die Mitte Urs Meier, Gabor Damo und Giovanni Adornetto und für die SP Sabrina Saladin. In Büsserach bleibt die Exekutive fest in bürgerlicher Hand, nebst den bisherigen Gemeinderatsmitgliedern Rainer Kübler, Patrick Amrein, Philipp Graber, Pascal Moser und Silvio Jeker sind Martina Röthlisberger und Reto Saner neu hinzugekommen. In Seewen gab es ebenfalls stille Wahlen, doch einige Änderungen. Die SP schaffte ihre Rückkehr in den Gemeinderat und zwar mit Neuzuzügerin Aline Kurth. Für die Mitte bleibt Thomas Müller im Gemeinderat und die FDP stellt die Mehrheit mit Roger Weber, Tamara Müller und Thomas Wiggli. In Beinwil kommt es ebenfalls zu einigen personellen Änderungen, die aber in stiller Wahl erfolgten. Neu im Gemeinderat sind Kilian Ankli (FDP) und Christina Signer (CVP). Von den Bisherigen kandidierten Peter Christ (CVP), Gemeindepräsident Andreas Bringold (FDP) und die für die Bildung zuständige Gemeinderätin Lucie Béguelin (FDP). In Bättwil, Witterswil und in Büren verliefen die Wahlen ebenfalls mit den bisherigen Ratsmitgliedern still und leise.

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