Nachwuchs für die Reinacher Kunstszene

Die 13. Ausgabe von «Kunst in Reinach» zeigt Arbeiten von Schülern. Daneben wartet die Verkaufsausstellung mit hohem künstlerischen Niveau auf.

«Mein Reinach»: Bei den eingereichten Zeichnungen und Fotografien zeigt sich, 
wie sich die jungen Menschen mit ihrem Dorf identifizieren. Fotos: zvg

«Mein Reinach»: Bei den eingereichten Zeichnungen und Fotografien zeigt sich, wie sich die jungen Menschen mit ihrem Dorf identifizieren. Fotos: zvg

Junge Talente: Für die Ausstellung haben auch Schülerinnen und Schüler Kunstwerke eingereicht. Damit wollen die Organisatoren das Interesse von jungen Menschen an Kunst wecken.

Junge Talente: Für die Ausstellung haben auch Schülerinnen und Schüler Kunstwerke eingereicht. Damit wollen die Organisatoren das Interesse von jungen Menschen an Kunst wecken.

Vorsitzende: Eine Arbeitsgruppe um Doris Auer hat die Ausstellung organisiert.

Vorsitzende: Eine Arbeitsgruppe um Doris Auer hat die Ausstellung organisiert.

Wie alle zwei Jahre findet am kommenden Wochenende wieder die Verkaufsausstellung «Kunst in Reinach» im Gemeindehaus statt. Und weil die Stadt vor der Stadt in diesem Jahr ihr Jubiläum feiert, haben sich die Organisatoren für die 13. Ausgabe etwas Besonderes ausgedacht: Unter dem Titel «Mein Reinach» waren Schülerinnen und Schüler im Frühling eingeladen worden, eine Zeichnung oder ein anderes Kunstwerk zum Thema einzureichen. «Unser Ziel dabei ist es, das Interesse an Kunst bei jungen Menschen zu wecken und damit Nachwuchs für unsere Ausstellung zu generieren», sagt Doris Auer, Vorsitzende der Arbeitsgruppe der Gemeinde, welche die Ausstellung organisiert. Einige der Schülerinnen und Schüler hätten sogar betont, ihre künstlerische Arbeit weiterentwickeln zu wollen.

Bei den eingereichten Zeichnungen und Fotografien zeigt sich deutlich, wie sich die jungen Menschen mit ihrem Dorf identifizieren und wie viele spannende Motive es in Reinach gibt – das Gemeindehaus, die Reinacher Heide oder der Skulpturenweg etwa vermochten die Fantasie der angehenden Künstlerinnen und Künstler anzuregen. Neben Zeichnungen, die deutlich sichtbar einer Kinderhand entstammen, liegen auch Werke vor, welche die Bezeichnung Kunst nicht zu scheuen brauchen. Eine Jury hat zehn der eingereichten Werke ausgesucht. «Wir haben aber darauf verzichtet, eine Rangliste zu machen», so Auer. Dafür werden die Bilder an der Ausstellung im dritten Stock ausgestellt und als Kartenset zum Verkauf angeboten. Der Erlös geht an die Kinder und Jugendlichen.

Harmonisch ausgestellt

Insgesamt 34 Kunstschaffende werden ihre Werke am kommenden Wochenende ausstellen und zum Verkauf anbieten. Dabei sind hauptsächlich Künstlerinnen und Künstler aus der Umgebung Reinachs – inklusive der französischen und deutschen Nachbarschaft. Morgen Freitag wird im Gemeindehaus ein Gewusel sein, wenn alle Kunstschaffenden anwesend sind und die Ausstellung aufgebaut wird. Da das Auge bei einer Ausstellung ja essenziell ist, werde darauf geachtet, dass die Werke harmonisch und passend ausgestellt seien. «Manche Künstler neigen dazu, möglichst viele ihrer Arbeiten zu zeigen. Das ist verständlich, weil sie diese ja verkaufen wollen, ist aber eigentlich eher kontraproduktiv.» In Gesprächen zwischen Organisatoren und Kunstschaffenden sei es bisher immer gelungen, eine für alle passende Lösung zu finden. «Wir achten bei der Auswahl der Ausstellenden auch auf eine gute Durchmischung», sagt Doris Auer. Grundsätzlich könne sich jeder Künstler, jede Künstlerin bewerben: «Wir erwarten aber ein gewisses Niveau.»

Für jeden Geschmack etwas dabei

Ob klassische Malerei oder experimentelle Plastiken – für Kunstinteressierte jeden Geschmacks ist im Erdgeschoss und auf den drei darüberliegenden Stockwerken ein Juwel zu entdecken. Zum ersten Mal ist in diesem Jahr etwa der Reinacher Roland Blasowitsch dabei, der mit seiner Tropfenfotografie im vergangenen Jahr bereits mit einer Ausstellung im Leimgruberhaus für Aufsehen sorgte. Viel Farbe versprechen die Blumenwelten der ebenfalls aus Reinach stammenden Künstlerin Regula Mathys-Hänggi.

Von weiter her, nämlich aus dem thurgauischen Berg, kommt der Künstler Martin Alt, der in Reinach seine Skulpturen zeigen wird. Auch die Abteilung «Young Art» kommt mit einigen aufsehenerregenden Werken daher, wie ein Blick in den Ausstellungskatalog zeigt. Ob auch politische Botschaften erlaubt seien? «Bisher hat sich diese Frage nicht gestellt, weil keine explizit politischen Inhalte zu sehen waren.» Es werde aber darauf geachtet, dass die Werke für jedes Alter geeignet seien: «Es kommen ja auch Eltern mit ihren Kindern zu Besuch.»

«Kunst in Reinach» findet vom 1. bis zum 3. November im Gemeindehaus Reinach statt: Fr, 18.30 bis 21 Uhr, Sa, 11 bis 18 Uhr und So, 11 bis 17 Uhr.

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