Regio-Fussball: Der Ball rollt wieder

Die Amateurligen nehmen den Spielbetrieb auf. Auch die Vereine aus der Region stehen wieder im Einsatz. So lief die Vorbereitung, und das sind ihre Ziele für die Rückrunde.

Rückrundenstart: Auf den Rasenplätzen der Region wird wieder Fussball gespielt. Der SC Dornach möchte in der 2. Liga interregional möglichst lange vorne mitspielen.Foto: Edgar Hänggi / Archiv

Die Winterpause ist vorbei. In vielen regionalen Fussballligen fand am vergangenen Wochenende der erste Spieltag der Rückrunde statt. Wir nutzen die Gelegenheit und fragen bei den Vereinen aus der Region nach, wie gut sie für die kommenden Wochen gerüstet sind und welche Ziele sie bis im Sommer verfolgen.

SC Dornach: Erste Vorbereitung zu Hause

Die Vorbereitung im Januar und im Februar stellte für die 1. Mannschaft des SC Dornach ein Novum dar. Zum ersten Mal konnten sich die Solothurner auf eigenem Kunstrasen auf die Rückrunde vorbereiten und mussten sich nicht bei einer Nachbargemeinde einmieten.

Die Dornacher stehen nach der Vorrunde in der 2. Liga interregional auf dem vierten Platz. «Wir waren mit der Hinrunde sehr zufrieden», sagt Vizepräsident Nino Nigro auf Anfrage. Besonders erfreulich sei gewesen, dass einige Junioren in das Fanionteam integriert werden konnten. Für die Rückrunde erhofft sich der Vizepräsident, dass man möglichst lange den Kontakt auf den zweiten Platz aufrechterhalten kann – aktuell hat der SCD fünf Punkte Rückstand auf den ­Tabellenzweiten BSC Old Boys.

Die Mannschaft musste einige Abgänge verkraften, diese seien aber adäquat ersetzt worden. «Wir sind zu einer homogenen Mannschaft zusammengewachsen mit einer guten Mischung zwischen Jung und Alt», bilanziert Nigro. In den Testspielen gab es Siege und Niederlagen, es wurde aber mehrheitlich gegen Teams aus der 1. Liga getestet. Das erste Spiel der Rückrunde auswärts gegen den FC Bosporus konnten die Dornacher mit 2:1 knapp für sich entscheiden.

FC Aesch: Verletzungssorgen in der Vorbereitung

Der FC Aesch startete die Frühlingsrunde der 2. Liga (FAEW) mit einem 0:0-Unentschieden gegen den Spitzenreiter aus Liestal. Damit bleiben die Aescher dem Tabellenführer auf den Fersen und haben weiterhin zwei Punkte Rückstand auf den Leaderthron.

Das Ergebnis dürfte aufgrund der Vorbereitung als Erfolg gewertet werden: «Es war eine durchwachsene Vorbereitung, da wie einige Verletzte zu verzeichnen hatten», sagt Trainer Dejan Rakitic. Entsprechend musste im ersten Pflichtspiel des Jahres Rakitic auf einige Stammkräfte verzichten. Wie in Dornach gab es auch auf dem Löhrenacker einige personelle Veränderungen: Vier Abgänge wurden durch vier Neuzugänge ersetzt, drei davon aus Dornach. Ausserdem wurden zwei A-Junioren in die erste Mannschaft integriert. «Insgesamt haben wir in allen Bereichen an Qualität dazugewinnen können, wenn alle gesund sind», ist sich Rakitic sicher.

Vom Aufstieg als Saisonziel will der erfahrene Trainer aber nichts wissen: «Wir schauen von Spiel zu Spiel und setzen uns da überhaupt keinen Druck auf.» Als Favoriten für den Aufstieg gelten wohl eher Liestal, Bubendorf und Kleinhüningen. Die Ergebnisse der Vorbereitung zeigen aber: Die Aescher sind in Form und konnten sieben von acht Vorbereitungsspielen gewinnen, darunter aber auch einige Begegnungen gegen unterklassige Teams.

FC Reinach: Mit Kontinuität nach oben klettern

Weniger erfolgreich als in Aesch lief die Hinrunde für den FC Reinach. Sie standen nach 13 Runden mit 15 Punkten da. Ausserdem hat man es verpasst, im Basler Cup zu überwintern, was diese Saison das grosse Ziel war. «Wir sind im hinteren Tabellenteil und müssen in den ersten drei Partien unbedingt punkten», sagt Sportchef Peter Oppliger. Das ist dem Team im ersten Rückrundenspiel eindrücklich gelungen. Gegen den Tabellenvorletzten aus Laufen konnten die Reinacher einen wichtigen 6:1-Auswärtssieg einfahren und sich so etwas Platz auf die Abstiegsplätze verschaffen.

Trotz der durchzogenen Hinrunde gab es keine Veränderungen im Kader: Reinach setzt also auch im neuen Jahr auf eine junge Truppe. Dass dieses Team Potenzial hat, zeigte sich bereits in der Vorbereitung. Vier Siege aus sechs Spielen sprechen für sich. Entsprechend zufrieden ist auch Sportchef Oppliger mit der «sehr guten» Vorbereitung. Für die Rückrund hofft Oppliger, dass sich die Mannschaft festigt und eine Platzierung auf den Plätzen fünf bis sieben erreicht.

FC Münchenstein: Vorrunde geprägt von Unruhen

Der FC Münchenstein, aktuell in der 3. Liga anzutreffen, hat eine turbulente Herbstrunde hinter sich. Mit dem Abgang des Trainergespanns Cigliano/Baumann im Sommer wurden Ende Mai zwei neue Trainer präsentiert. Für sie war aber bereits Mitte Juli wieder Schluss. Danach folgten zwei Interimslösungen bis zur Winterpause. Entsprechend harzig lief die Vorrunde: Mit 6 Siegen aus 13 Spielen überwinterte der FCM auf Platz sieben im Tabellenmittelfeld. Die wohl wich­tigste Neuverpflichtung im Winter war Trainer Peter Sprenger. Ausserdem hatte Münchenstein in der Hinrunde einige schwerwiegende Verletzungen zu beklagen. Hier versuchte Sportchef Eduardo Bautista, die Breite im Kader zu erhöhen. «Die Innen- und die Aussenverteidigung, aber auch das zentrale Mittelfeld und die Flügelpositionen konnten verstärkt respektive doppelt besetzt werden», sagt Trainer Peter Sprenger.

In der Rückrunde möchten die Verantwortlichen die Langzeitverletzten wie-der integrieren. Ausserdem soll die Mannschaft zusammenwachsen und in jedem Spiel an ihre Leistungsgrenze ­gehen. Die Vorbereitung lief indes äusserst positiv – mit fünf Siegen aus fünf Spielen. Ausserdem konnte man den Wintercup, den der Verein selbst organisierte, gewinnen. «Stück für Stück bildet sich eine Einheit, und die Unruhen aus der Vorrunde rücken langsam, aber sicher in den Schatten», sind sich Sprenger und sein Assistent Marco Di Benedetto sicher.

FC Arlesheim: Die Damen stehen im Fokus

Beim FC Arlesheim ist indes nicht ganz klar, welches Team die 1. Mannschaft des Vereins ist. Im Fokus steht wohl eher das Damenteam in der 3. Liga. Trainer Daniele Abbt durfte sich über «eines der besten der letzten Jahre» freuen. Neun Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage lautet die beeindruckende Bilanz. In der Winterpause wurde das Team verstärkt durch die ehemalige ­Nati-Spielerin Solune Moll. Ausserdem bereitete sich das Team in der ersten Fasnachtsferienwoche im Trainingslager in Benidorm in Spanien auf die Rückrunde vor. Ziel ist es, den zweiten Platz in der Tabelle bis im Sommer zu halten. «Das Trainerteam mit Niggi Kunz und Rolf Bühler freut sich auf eine letzte erfolgreiche Rückrunde mit einem fussballerisch und menschlich grandiosen Team», sagt Abbt.

Die 5.-Liga-Mannschaft der Herren, die erst vergangene Saison neu gegründet wurde, konnte die Vorrunde ohne Niederlagen bestreiten. Für die Rückrunde hofft Trainer Angelo Santoro, dass seine Mannschaft mit einer Top-3-Platzierung den Aufstieg perfekt macht.

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