Zwei Dauerbrenner an der Gemeindeversammlung

Jay Altenbach

An seiner ersten Gemeindeversammlung hatte der neue Gemeinderat gleich zwei umstrittene Geschäfte zu vertreten, die zu angeregten Diskussionen führten. Das nasse Wetter des Frühlings hat nicht nur auf die Stimmung gedrückt, sondern auch auf die Schartenmattstrasse, welche ein weiteres Mal abzurutschen drohte. Bereits vor drei Jahren wurde mittels einer Oberflächenentwässerung versucht, das Gebiet zu stabilisieren. Dies hat die Wassermassen im Frühling aber nicht aufhalten können. Mittels Sofortmassnahme wurde die Strasse zwei Meter bergwärts verschoben und notdürftig saniert, wie Gemeinderat Stephan Sauter ausführte.

Der Gemeinderat hat nun in Zusammenarbeit mit Experten beschlossen, ein geologisches Gutachten in Auftrag zu geben, um eine langfristige Lösung anzustreben. An diese Kosten der Studie in der Höhe von 5000 Franken würde sich auch der Eigentümer des Schartenhofes zur Hälfte beteiligen. Während ein Stimmbürger empfahl, die ganze Strasse inklusive Hang in die Studie mit einzubeziehen, empfand ein anderer den ganzen Aufwand gar als unnötig: «Man kann die Strasse so belassen, wie sie ist mit Mergelbelag.» Weder der Einwand eines Feuerwehrmannes, die Strasse sei wichtig bei einem Einsatz noch der des Gemeindepräsidenten, dass die Gemeinde verpflichtet sei, die Zufahrt zu gewährleisten, vermochte die Anwesenden zu überzeugen. Der Antrag des Gemeinderates wurde mit 15 zu 17 Stimmen abgelehnt. Dafür erhielt der Antrag von Jean-Pierre Jost die Zustimmung, eine Studie durch einen Strassenbauingenieur inklusive Berücksichtigung der geologischen Beschaffenheit für das ganze Gebiet zu erstellen.

Gastroküche kann gebaut werden
Seit vielen Jahren ist die Renovation der Küche im Schulhaus Hanglenweg Thema an den Gemeindeversammlungen. Gemeinderat Siegfried Bongartz vertrat das Geschäft nun vor der Gemeinde und erklärte, dass zu den bereits bewilligten 200 000 Franken für den Küchenneubau zusätzlich 80 000 gutgeheissen werden müssten, um eine Gastroküche beschaffen zu können. Dies, um für die Zukunft gerüstet zu sein, und um endlich den Ansprüchen von Vereinen und einem eventuellen Mittagstisch zu genügen.

Da der Kostenrahmen beim Architekturwettbewerb nicht voll ausgeschöpft wurde und keine Unterkellerung möglich ist, wurden bereits bewilligte 52 000 Franken bisher nicht ausgegeben. So würde die Rechnung also «nur» mit zusätzlichen 28 000 Franken belastet. Nach einigen engagierten Voten Mass zu halten, wurde das Geschäft dennoch mit 39 Stimmen ohne Gegenstimme gutgeheissen.

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