SVP wagt Alleingang
Die SVP will bei den Gemeindewahlen keine Listenverbindung mit den Liberalen eingehen.
Bei den Gemeindewahlen 2021 gingen die SVP und die FDP noch eine Listenverbindung ein.Vor vier Jahren hatte die Listenverbindung dazu geführt, dass sich die FDP einen dritten Sitz im Gemeinderat sichern konnte. Im Gegenzug erhielt die SVP von der FDP einige Kommissionssitze. Doch für die kommenden Wahlen vom 13. April soll damit aus Sicht der SVP Schluss sein; das schreibt die Partei in einer Mitteilung. «Auf die Anfrage des von uns geschätzten FDP-Dornach-Präsidenten bezüglich einer erneuten Listenverbindung mussten wir ihm mit etwas Wehmut antworten, dass unsere Partei dieses Mal darauf verzichtet», schreibt Dominic Tschudin, Präsident der SVP Dornach. Dieser Entscheid dürfe nicht als Affront verstandenwerden. «Wir wünschen der FDP Dornach, mit der wir bei wichtigen politischen Entscheidungen stets verlässlich eine gemeinsame Richtung fanden, bei den Wahlen ebenso viel Erfolg», schreibt Tschudin weiter. Das Ziel sei klar: «Endlich eine tatsächliche Mehrheit von klar bürgerlich politisierenden Personen im Dornacher Gemeinderat.» FDP-Präsident Alain Amhof sagt auf Anfrage des Wochenblatts, seine Partei stehe im Gespräch mit der SVP, um eine allfällige Listenverbindung «noch einmal zu evaluieren». Die Liberalen hielten am Mittwochabend (nach Redaktionsschluss) ihre Nominationsversammlung ab. Die Kandidierenden würden danach bekannt gegeben. Es sei möglich, dass sich danach die Rahmenbedingungen ändern würden, so Amhof weiter.
Die SVP tritt bei den Gemeinderatswahlen mit Chris Rothenfluh, Daniela Fabris, Dominic Tschudin und Alain Ulmi an.