Auch für Kampfsport gibt es ein Kindercamp

Der Kung-Fu-Meister Damian Mohler bietet in seiner Schule ein Kampfsport-Kindercamp an. Dabei soll die Persönlichkeit des Kindes gestärkt werden.

Unter den Augen des Meisters: Sowohl Mädchen als auch Jungen besuchen die Kurse und Camps der Kung-Fu-Schule.  Foto: Caspar Reimer
Unter den Augen des Meisters: Sowohl Mädchen als auch Jungen besuchen die Kurse und Camps der Kung-Fu-Schule. Foto: Caspar Reimer

Caspar Reimer

Fussballcamps für Kinder während der Schulferien schiessen wie Pilze aus dem Boden. Weniger bekannt dagegen sind Kindercamps für Kampfkunst und Kampfsport. Der Arlesheimer Damian Mohler ist zweifacher Kung-Fu-Weltmeister, hat eben im September sein 30-Jahr-Jubiläum als Profi-Kampfsportler gefeiert und bietet in der von ihm gegründeten Schule zum fünften Mal das «Kids Autumn Camp» an. Das Camp, das diese Woche von Montag bis morgen Freitag dauert, richtet sich an Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren; es will eine solide Grundlage verschiedener Kampfsportstile, insbesondere dem Kung-Fu, vermitteln.

Schriftzeichen und Löwentanz

Die Schule heisst «Tian Long Guan» und beschreibt sich als «Zentrum für chinesische Lebenskunst». Beim Kung-Fu gehe es um weit mehr als um einen simplen körperlichen Schlagabtausch. «Der Kampfsport ist in den asiatischen Ländern kulturell tief verwurzelt. Deshalb spricht man ja auch von Kampfkunst», so Mohler. Beim sportlichen Aspekt ginge es um mechanische Abläufe und Techniken, wie etwa die Selbstverteidigung. Die Kampfkunst dagegen bezeichne die Entwicklung der Persönlichkeit im kulturellen Kontext. «Im Kampfsport lernt man Disziplin, Demut, Respekt und Eigenverantwortung. Das sind alles Dinge, die im Leben eine wichtige Rolle spielen», sagt der Kung-Fu-Meister. Auch viel über die chinesische Kultur, wie etwa Schriftzeichen oder den Löwentanz, lernen die Kinder im Camp kennen.

Vorurteilen begegnen

Mohler hat es sich zum Ziel gemacht, das Verständnis für Kampfsport der Bevölkerung näher zu bringen. Denn obwohl mehr als über 100 000 Schweizerinnen und Schweizer einer Kampfsportart nachgehen, fristet dieser in der Öffentlichkeit noch ein Schattendasein. Um dies zu ändern, führte der Kampfsportler im vergangenen Frühling in der Basler St. Jakobshalle zum zweiten Mal die Kampfsportmesse «Masters Hall of Honor and Fame» durch. Mohler will mit seinem Engagement dem Vorurteil begegnen, das Kampfkunst mit stumpfer Gewalt gleichsetzt: «Der Kampfsport kann uns lehren, unsere Impulsivität zu steuern und so zu besseren Mitgliedern der Gesellschaft zu werden.» Eine Kehrtwende in der Wahrnehmung des Kampfsports sei bereits auszumachen: «Die Bereitschaft und das Interesse, sich darüber zu informieren, ist grösser geworden.» Seinen grossen Erfahrungsschatz will Mohler auch künftig an seiner Schule, die im kommenden Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, vermitteln.

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